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Karate bedeutet "Leere Hand".

Allein dieser Begriff besagt, dass es sich um eine waffenlose Selbstverteidigungsform handelt. Karate ist in Japan, konkret auf der Insel Okinawa unter dem alten Begriff "Okinawa-te" entstanden und hat seinen Ursprung in China.

Karate ist ein Weg (Do), eine Lebenseinstellung, eine "never ending story". So sagte einmal ein Grossmeister: "Trainiere und Lehre Karate und du formst deinen Charakter!" Während es doch viele Menschen gibt, die Karate als Sport über einen kürzeren oder längeren Zeitraum betreiben, gibt es andere, die sich Karate zur Lebenseinstellung gemacht haben.

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KOKYU bedeutet "der Fluss des Atems - Die durchbrechende Kraft".

Der Fluss des Atems in der Technik erzeugt im Endpunkt der Technik die Spannung und verleiht ihr dadurch die durchbrechende Kraft in Verbindung mit Zielgenauigkeit, Koordination und Timing.

Unsere Sektion heisst Tomokai und bedeutet Freundschaft - Zusammengehörigkeit.

Begründer des sogenannten modernen Karate ist Gichin Funakoshi, der das spätere Shotokan Karate weltweit verbreitete und allmählich auch den Wettkampfsinn hinter Karate erkannte und diesen förderte. Daher spricht man vom sogenannten modernen Karate.

Mittlerweilen gibt es viele verschiedene Stilrichtungen und auch Interpretationen im Karate oder auch in anderen Kampfsportarten. Man spricht zum Teil von traditionellen Stilen, die sich einfach erkennen lassen durch ihre weissen Gewänder (Karate-Gi genannt) und bestechen durch ihre farbigen und unterschiedlichen Gurtstufen, wobei der Schwarzgurt und seine Danstufen zum höchsten Gurtgrad im traditionellen Shotokan Karate gehören.

Karate ist grundsätzlich defensiv zur waffenlosen Selbstverteidigung gedacht. Dies ist auch wesentlich vom Wettkampfkarate zu unterscheiden, da es dort darum geht, durch offensive Angriffe zu punkten.

Karate schult den Charakter und gleicht aus im Stress, bei Überbelastung und man taucht in eine andere Welt ein. Hier hat der Fortschritt der Technik der Wirtschaft, die Hektik im Alltag, der Leistungsdruck in Schule und Beruf keinen Platz. Im Karate befasst man sich mit sich selbst und bedingungslose Achtsamkeit sich gegenüber oder dem Gegner gegenüber ist gefragt.

Anstand, Respekt, Beachtung der Dojoregeln (Dojokun) sind vorherrschend und wer nicht damit umgehen kann, wird seinen Platz im Karate nie finden.

Karate ist auch starken hierarchischen Stufen unterworfen. Nur wer Respekt verbreitet, erntet auch Respekt. Nur wer Anstand an den Tag legt, dem wird Anstand entgegen gebracht. Nur wer begrüsst, wird begrüsst werden. Deshalb ist dem nächst höheren Grad oder dem Sensei (Meister / Trainer / Coach) immer Respekt entgegen zu bringen und man wird Respekt ernten in vielerlei Hinsicht. 

Senpai bedeutet soviel wie Assistenztrainer, langjährig Trainierender.

Sensei bedeutet soviel wie Meister, Trainer, Instruktor, Coach. Allgemein meist verbreiteter Begriff im Karate ab Schwarzgurt.

Shihan bedeutet soviel wie Grossmeister, oder aus der Wissenschaft abgeleitet Professor auf seinem Gebiet. In der Regel bewegend auf höheren Schwarzgurtstufen.

Soke bedeutet die höchste Stufe des tiefen Studiums der Kampfkünste, unübertroffen, absolute Fachperson auf höchster Ebene.